JOCHSTRASSE 25 - Die Romantik-Ferienwohnung

* * * * An der alten Salzstraße von Bad Reichenhall zum Bodensee wurde im Jahr 1890 dieses Haus erbaut.

Bei einer Hausführung erzählen wir gerne von dem Leben im Ostrachtal, von der Geschichte des Hauses, das vollständig restauriert ist, und von der Bauweise mit einheimischen Materialien, die heute noch von vielen Handwerkern im Tal meisterhaft beherrscht wird.

Bildstöckle
Das "Bildstöckle" an der Jochstraße 25.
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Die alte Jochpassstraße löste im 19. Jahrhundert die Montfortstraße aus dem Jahr 1540 ab.

Ein Salzroder verunglückte mit seinem Fuhrwerk Ende des 18. Jahrhunderts; für ihn wurde dieses "Bildstöckle" errichtet. Im Jahr 1999 wurde es von unserer Familie wieder hergestellt.

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Ein Kachelofen im 1. Stock aus dem Jahr 1890 (Höhe 2,10m).
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Die Krone des Kachelofens.


Vier große Kachelöfen haben das Haus früher vollständig beheizt. Sie sind auch heute noch intakt.

Solche Kachelöfen stehen auch in den Dienerzimmern von Schloss Neuschwanstein, das 1886, etwa zur gleichen Zeit wie dieses Haus fertiggestellt wurde.

Es ist anzunehmen, dass diese Kachelöfen Ende des 19. Jahrhunderts von der alten Münchner Hafnerei Mittermayr hergestellt wurden. Von jenem Ofenbauer, der auf Bestellung von Ludwig II. auch einen wiederentdeckten monumentalen Ofen angefertigt hatte, der jetzt in einem musealen Rahmen gezeigt wurde.

Es handelt sich dabei um "Grundöfen", die mit Holz befeuert werden und die Wärme lange speichern. In mehreren "Zügen" wird die Wärme durch den Ofen geführt.

Das einheimische Holz ist seit altersher im Ostrachtal ein Grundstoff. Es wird zum Heizen verwendet und früher auch zum Herstellen von Holzkohle für das Schmiedehandwerk.

Handbehauene Stämme sind das Baumaterial für die Bauernhäuser, für "Stadl", für Kirchen und Kapellen. Wand- und Dachschindeln werden in Handarbeit hergestellt.

Die Holzschnitzkunst hat im Ostrachtal eine lange Tradition und ist hoch entwickelt.

Dekoration aus der Zeit des Jugendstils.
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"Das Schlössle". . . hieß es in der Nachbarschaft als wir vor mehr als dreißig Jahren mit dem Restaurieren begannen. Der viereckige Turm und der besondere Innenausbau lassen an kleine Südtiroler Schlösser denken.

Nach der bayerischen Denkmalpflege gehört das Gebäude zu jenen Villen, die im Münchner Historismus um 1870 im Stil von kleinen mittelalterlichen Schlössern oder Burgen aus dem Vinschgau gebaut wurden.

Zwanzig Jahre später, 1890, wurde hier dieser Bautyp regional umgesetzt -

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Der Turm mit seiner Wetterfahne, "1890".

- mit einheimischen Materialien, meisterhafter Holzverarbeitung und einem "Schreitgarten", das heißt mit einem romantischen Landhausgarten "zum Spazierengehen".

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